Die Geburtskirche im weihnachtlichen Lichterglanz
Die Geburtskirche im weihnachtlichen
Lichterglanz
Weihnachten in Bethlehem
Niemand weiß genau, wann Jesus geboren wurde. In der Ostkirche gedachte man seit alter Zeit am 6. Januar der Erscheinung des Erlösers. Im Westen gilt dieses Datum dem Dreikönigfest. Der 25. Dezember wurde zuerst in Rom zum Geburtsfest des Herrn, das im Deutschen Weihnachten genannt wird. Die Armenier haben ihren Weihnachtsfeiertag wegen ihrer Ablehnung des gregorianischen Kalenders am 18. Januar.

Am 24. Dezember feiern die römisch-katholische Kirche und die protestantischen Kirchen Heiligabend. Der Feiertag beginnt um 11 Uhr vormittags, wenn politische und kirchliche Würdenträger sich zum Rachels Grab begeben, um den lateinischen Patriarchen von Jerusalem zu empfangen. Dann folgt ein langer Festzug, in dem Pfadfindergruppen den Patriarchen zum Krippenplatz geleiten. Dort ist um 13 Uhr der offizielle Willkommensgruß, zu dem Franziskaner und Seminaristen in liturgischen Gewändern erscheinen. Abends gibt es Chorgesänge und ein Feuerwerk auf dem Krippenplatz. Höhepunkt ist die mitternächtliche römisch-katholische Messe in der Katharinenkirche. In der Nacht erden noch viele andere Messen in der Geburtsgrotte zelebriert.

Am 6. und 18. Januar nimmt die Weihnachtsfeier der orthodoxen, koptischen und armenischen Kirche einen ähnlichen Verlauf.

Olivenernte
Olivenernte
Der Olivenbaum: Symbol der Hoffnung und des Friedens
Der Olivenbaum eignet sich ideal für die Landschaft um Bethlehem. Er braucht nur wenig Erde für seine Wurzeln und kommt mit geringsten Wassermengen aus. Er gehört zur Familie der Koniferen. Die Lebenszeit eines Olivenbaums beträgt mehrere Generationen. Olivenbäume im Alter von Hunderten von Jahren sind nichts Ungewöhnliches. Daher ist dieser Baum ein Symbol für die enge Verbindung des palästinensischen Volks mit seinem Land.

Die Olivenernte ist eines der wichtigsten Ereignisse des Jahres. Schon im September, wenn die Früchte allmählich heranreifen, beginnen die Menschen mit den Vorbereitungen; oft stellen sie Wachleute an, die die Bäume bewachen.
Olivenfabrik in Beit Jala
Olivenfabrik in Beit Jala
Die Ernte selbst findet während mehrer Wochen im Oktober statt. An ihr beteiligt sich die ganze Familie, so dass die Schüler während dieser Zeit schulfrei bekommen. Der Tradition entsprechend werden dann Zelte in den Olivenhainen aufgeschlagen. Bei der Ernte steigen die Männer auf die Bäume, pflücken die Oliven von den Zweigen und werfen sie hinunter auf ausgebreitete Tücher, wo sie von den Frauen aufgesammelt werden. Am Ende der Ernte findet eine Erntedankfeier statt. Dieses Fest geht auf die Zeit der Kanaaniter zurück, wurde von den Juden in Form des Sukkah-Festes (Laubhüttenfest) übernommen und fand als Erntedankfest auch in Europa und Amerika Verbreitung.

Die Oliven werden dann frisch gegessen oder in Salzwasser, Limonenextrakt oder Weinessig konserviert. Ein anderer Teil der Ernte kommt in die Olivenpresse, wo er zu Öl verarbeitet wird. Dieser Prozeß besteht aus mehreren Schritten. Zuerst wird ein großes, von einem Zugtier gedrehtes Steinrad dazu benutzt, die Früchte zu zerquetschen. Dann werden die Überreste in Säcke gefüllt, in denen sie von schweren Gewichten zusammengedrückt werden, um das Öl herauszupressen.

Das erste Öl, das herauskommt, das "jungfräuliche Öl", wird zum Kochen verwendet. Das Olivenöl wird ferner für Kosmetika und Medizin, für religiöse Gebräuche und als Lampenbrennstoff verwendet. Der Olivenbaum dient dem Menschen also auf vielfältige Weise. Aufgrund der großen Bedeutung des Olivenbaums ist dieser auch mit einer Reihe von Symbolen für verschiedene Bereiche des menschlichen Lebens verbunden. Wenn die Menschen in schwierigen Zeiten von einer fremden Macht unterdrückt werden, gleichen sie Oliven in der Presse. Umgekehrt wird der Olivenzweig seit der Zeit Noahs als Symbol der Hoffnung und des Friedens angesehen.

<< zurück zur Hauptseite

Home Bethlehem Bato Familie Turabdin Midyat Presse & Aktivitäten Shop Wir über uns Links Kontakt
Senden Sie uns eine E-mail !!

Stern-von-Bethlehem.de © 2002 -