Ansicht von Bethlehem bei Dämmerung
Ansicht von Bethlehem bei Dämmerung
Der Name Bethlehem
Seinem ersten Ursprung nach könnte der Name des Ortes von Lachma, dem mesopotamischen Gott der Pflanzenwelt und der Fruchtbarkeit, der aus der Schöpfungsgeschichte Enuma Elisch überliefert ist, abstammen. Bethlehem war in allen Kulturen als ein Ort fruchtbaren Wachstums bekannt. So richteten bereits die Römer in einem Hain in der Nähe der Geburtsgrotte einen Adoniskult ein. Im Alten Testament spiegelte sich diese Besonderheit Bethlehems im Namen der Region, Efrata, wider, was ebenfalls fruchtbar bedeutet.

Der Name Bethlehem ist hebräisch und stammt aus der Bibel; der Begriff Beit Lachem ist arabisch und wird von den heutigen Bewohnern Bethlehems verwendet. Die Wörter Beth und Beit bedeuten beide Haus. Lachem heißt Fleisch, und Lehem ist ein Wort für Brot. Die Namen bedeuten somit Haus des Brotes oder Haus des Fleisches. Der Stadtname weist also auf einen Ort hin, in dem der Fremde willkommen ist und wo es selbst inmitten einer kargen Wüstenlandschaft im Überfluss zu essen gibt.

Die Geburtskirche
Die Geburtskirche
Die Geburtskirche
Die Geburtskirche ist eines der ältesten Kirchengebäude der Welt. Noch bedeutsamer ist die Tatsache, dass in ihr ständig Gottesdienste abgehalten wurden, seitdem Kaiser Justinian im frühen 6. Jahrhundert das Gebäude in seiner gegenwärtigen Form hatte errichten lassen.

Das erste dauerhaft benutzte Gebäude war eine der drei Kirchen, die Kaiser Konstantin im frühen 4. Jahrhundert bauen ließ, nachdem das Christentum im Römischen Reich als Religion anerkannt worden war. Bischof Makarius von Jerusalem hatte diese Forderung 325 in Nicäa auf dem Ersten Ökumenischen Konzil gestellt. Konstantins Mutter Helena reiste 326 ins Heilige Land und besuchte die Orte, die im Leben Jesu von Bedeutung gewesen waren.

Man zeigte ihr eine Höhle außerhalb Bethlehems, in der nach frühen Überlieferungen der christlichen Gemeinden die Geburt Jesu stattgefunden haben soll. Das Lukasevangelium berichtet, dass Jesus in einer Krippe geboren wurde, weil es in der Herberge keinen Raum gab. Das Matthäusevangelium erwähnt ein Haus, in dem Josef und Maria sich aufhielten, als die drei Weisen aus dem Morgenland eintrafen. Justinus der Märtyrer bemerkt jedoch, diese Krippe habe sich in einer Höhle befunden.
Der Silberstern in der mit Marmor verkleideten Geburtsgrotte. Er trägt die lateinische Inschrift: Hic de Virgine Maria Jesus Christus natus est (Hier wurde von der Jungfrau Maria Jesus Christus geboren) Die fünfzehn Lampen über dem Stern repräsentieren die verschiedenen christlichen Religionsgemeinschaften
Der Silberstern in der mit Marmor ver-
kleideten Geburtsgrotte. Er trägt die
lateinische Inschrift: Hic de Virgine Maria
Jesus Christus natus est (Hier wurde von
der Jungfrau Maria Jesus Christus geboren)
Die fünfzehn Lampen über dem Stern
repräsentieren die verschiedenen
christlichen Religionsgemeinschaften
Viele Hirten der Gegend hielten ihre Herden nachts in Höhlen. Außerdem waren traditionelle palästinensische Häuser oft über Höhlen erbaut. Normalerweise bestanden diese Häuser aus einem einzigen Raum, der zu Essen, Schlafen und Wohnen genutzt wurde. Er war oft in verschiedene Ebenen unterteilt, von denen die untere für die Tiere bestimmt war. So mag sich Lukas` Kommentar, Josef und Maria hätten „ keinen Raum in der Herberge gefunden“, auf die überfüllte obere Ebene bezogen haben, und die beiden fanden unten einen Platz zusammen mit den Tieren. Die weit verbreitete Vorstellung, der Ort, wo sich die Krippe befand, sei ein Stall gewesen, entstammt eher westlicher Tradition.

Das Besondere an der Kirche, die Konstantin hatte errichten lassen, bestand in einem Gebäudeteil mit achteckigem Grundriß, der eine Öffnung besaß, die zur Geburtsgrotte hinunterführte. Westlich davon befand sich eine große Basilika und im Anschluß ein von Säulen gesäumtes Atrium, das sich in Richtung auf die Stadt Bethlehem öffnete.

Als Kirche unter Justinian im 6. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde, vergrößerte man die Basilika; ferner fügte man drei Apsiden an der Stelle hinzu, an welcher der achteckige Gebäudeteil einst gestanden hatte. Der Zugang zur Grotte wurde durch Treppenstufen erleichtert, so dass die Betenden an diesem Ort über die Bedeutung der menschlichen Gestalt Gottes meditieren konnten.

In der Geburtskirche wird der Gottesdienst in der griechisch-orthodoxen Tradition abgehalten. Die östliche Liturgie ist für die orientalischen Christen die Grundlage der Inspiration. Die Liturgie appelliert an sämtliche menschliche Sinne; die Augen des Gläubigen bewundern die Schönheit der heiligen Ikonen. Seine Ohren lauschen den Hymnen. Der Weihrauch umgibt ihn mit einem aromatischen Duft, sein Körper verherrlicht den Schöpfer mittels symbolischer Handlungen, und sein Geist wird erhöht für die Anbetung des himmlischen Vaters.

<< zurück zur Hauptseite

Home Bethlehem Bato Familie Turabdin Midyat Presse Shop Über uns Links Kontakt
Senden Sie uns eine E-mail !!

Stern-von-Bethlehem.de © 2002 -